Reisebericht



1. Clubreise nach Schottland

18. - 22. Oktober 2002
Oban, Argyll

Motto: "Wir wollen ganz nach Oban"

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5. Tag

Unser Kurztrip geht zuende. Heute steht nur die Rückreise auf dem Programm. Das Wetter ist auch nicht besser geworden. Die Nachrichten melden, daß es weiter im Süden starke und anhaltende Regefällen gegeben haben soll. Wir stehen ziemlich zeitig auf und haben mit Christine Hughes im B&B vereinbart, daß wir ein kleines Frühstück bereits gegen 5:30 Uhr bekommen können. Vorher haben wir in unserem Zimmer alles eingepackt und das meiste auch schon im Auto verstaut.
 

 
Wir bezahlen unseren Obulus von GBP 60,- pro Person, bringen noch die restlichen Dinge ins Auto und werfen nochmal einen letzten Kontrollblick in unser Zimmer. Im dunkeln starten wir den Motor und los geht's. Wieder mal verlassen wir Oban nordwärts auf der A 85, passieren Connel, den Pass of Brander und Loch Awe mit Kilchurn Castle, dessen dunkle Ruine wir rechts kurz sehen. Nach Dalmally gibt es weniger Kurven und wir können die Geschwindigkeit wieder erhöhen.
Wir verlassen Argyll & Bute kurz vor der Ortschaft Tyndrum, wo wir auf die A 82 - die Hauptstraße Glasgow-Fort William - treffen. Wir biegen rechts ab und durchfahren die Hochebene zwischen Tyndrum und Crianlarich. Es wird langsam hell, als wir Crianlarich erreichen. Crianlarich ist ein zentral gelegener winziger Ort mit einer großen Kreuzung und 2 Bahnhöfen. Hier zweigt die West Highland Eisenbahn-Linie nach Oban von der Hauptstrecke nach Fort William ab. Nebenan der nördliche Teil unserer heutigen Fahrtroute von Oban zum Loch Lomond. Dann fällt die Straße zum Loch Lomond hinunter ab. Hier am engen Ufer wird es schmal. LKWs als Gegenverkehr zwingen uns ganz nach links außen. Hier gießt es in Strömen.
Bis Tarbert geht das so, dann wird die Straße breiter und wir kommen wieder besser voran. Wir sind bisher sehr gut in der Zeit. Hinter Alexandria wird die A 82 autobahnmäßig ausgebaut. Kurz vor Dumbarton ist es dann soweit: Hochwasser auf der A 82 !!! Wir stellen uns zunächst eine Weile hinten an, entschließen uns aber, als wir fast von einem sehr schnell heranschleudernden Auto erwischt werden, in Dumbarton-West von der Fernstraße herunterzufahren.

 
Als wir durch große Wasserflächen Richtung östlichen Stadtausgang stauen, sehen wir rechts die Lagerhäuser der Teachers und Ballantines Blenderei. Gottlob erreichen wir die A 82 auf der Schattenseite des Staus, der immer noch auf BBC Radio 2 and BBC Radio Scotland gemeldet wird. Nun geht es wieder zügig. Wir haben aber auch allen Grund, uns zu beeilen: Glasgow und Paisley liegen noch vor uns und der Zeitverlust war groß. Nach Zahlung des Brückenzolls an der Clyde Bridge fahren wir eine Abfahrt auf der M 8 und dann quer durch Paisley zur M 77. Hier gibt es viele Ampeln, aber keinen weiteren Stau. Auch die M 77 / A 77 ist soweit frei. Der starke Regen verbunden mit dem Sturm macht uns allerdings zu schaffen.
Auch auf der Zufahrtsstraße steht bereits das Wasser, aber wir kommen noch durch. Natürlich sind noch mehr Fahrer auf diese Idee gekommen und so warten wir erhebliche Zeit an Ampeln. So langsam schwindet unser ganzer schöner Zeitvorsprung und der altbekannte Spruch "Wir haben doch keine Zeit !" macht wieder die Runde im Auto. In Dumbarton tanken wir nochmal etwas Benzin. Wir befürchten, daß der Tankinhalt doch nicht bis zum Flughafen reicht.
 
Auf der Gegenfahrbahn fahren wir an einem Mega-Stau vorbei. Links der südliche Teil unserer heutigen Route. Schließlich erreichen wir den Flughafen in Prestwick. Es ist 10:30 Uhr, 40 Minuten vor Abflug der Maschine. Schnell entladen wir das Auto und geben den Schlüssel zurück. Beim Einchecken erfahren wir, daß der Flieger ca. 1 Stunde Verspätung hat. Hätten wir das gewußt, hätten wir uns auch etwas mehr Zeit lassen können - aber so ist das nun mal. Wir vertreiben uns die Zeit mit dem Verzehr unserer mitgebrachten letzten Speise - und Getränke - Reserven. Hier in Prestwick bekommt man immerhin Papier-Bordkarten, die aber ebenfalls durchnummeriert sind, also ohne Platz. Warten muß man in einem ziemlich engen Gang mit niedriger Decke, was recht unangenehm ist. Dann beginnt der übliche Sturm auf das Flugzeug quer über das Vorfeld. Hier erhalten wir die letzte Portion schottisches Wetter als uns der Wind nochmalden Regen ins Gesicht bläst. Gegen 12:20 Uhr Ortszeit starten wir. Der Flug verläuft ähnlich problemlos wie der Hinflug. Gegen 15:15 Uhr (eine Stunde Zeitverschiebung) sind wir wieder in good old Germany, in Hahn. Als wir die Paßkontrolle im Teminalgebäude passieren, ist unser Gepäck schon auf dem Abholband.
Wir laufen zum Auto und laden alles ein. David sitzt - genau wie auf der Fahrt nach Prestwick - links, jetzt hat er allerdings das Lenkrad. Er ist froh, daß jetzt wieder etwas passiert, wenn man das Gaspedal tritt. Die Fahrt zurück nach Kornwestheim wird lediglich durch eine kleine Rast unterbrochen. Unsere Reise geht gegen 17:50 Uhr zuende.
Wir haben unglaublich viel erlebt in diesen 4 Tagen, machmal war es fast etwas zu heftig. Für den Club haben wir auch etliches erreichen können und verschiedene Kontakte geknüpft. Die vielen Eindrücke müssen erst einmal verarbeitet werden, wozu auch dieser Reisbericht beitragen soll. Es entstanden außerdem 2 Videofilme über die Reise.



(C) Single Malt Whisky Club Württemberg e.V. - Jens Burkhardt - Chairman
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