Reisebericht



2. Clubreise nach Schottland

23. - 28. März 2011
Prestwick, Gourock, Edinburgh,
Speyside, Inverness, Skye, Mull, Iona, Oban Argyll

Motto: "Schottland - das Wichtigste in Kürze"

0. Tag , 1. Tag , 2. Tag , 3. Tag , 4. Tag , 5. Tag



5. Tag: Oban Distillery, Inverawe, Inverary , Fahrt nach Edinburgh, Rückflug nach Poznan, Bahnfahrt in Polen und Rückfahrt nach Dresden.

Montag, 28. März 2011. Letzter Tag in Schottland. Der Tag, um den Jens bei der Planung so gekämpft hat. Das Programm ist wieder sehr heftig: Oban Distillery, Räucherlachs kaufen in Inverawe, McCaig's Tower, Kilchurn & Inveraray Castle, Edinburgh Airport. Hoffentlich klappt der Rückflug nach Polen und die Zugreise von Poznan nach Wroclaw. Zum Schluss die Fahrt nach Dresden. Hoffen wir, dass alles wie von Jens geplant klappt...

Oban, Mc Caig's Tower und Lachskauf in Inverawe

Weil dieses Programm komplett nicht zu schaffen ist und weil Jens schon oft auf Mc Caig's Tower war, teilen wir uns heute früh: Heike und Jens fahren nach Inverawe, Lachs kaufen - und Konrad und Ralf gehen zu Fuß hinauf zum Mc Caig's Tower. Letzteren beiden wollen wir zunächst folgen. Für die beiden beginnt der Tag dort, wo der gestrige endete: am Hafen von Oban.

Wo anders stehen Gedenktafeln. In Oban macht man das anders: Eine Gedenk-Bank...

Im Hafen finden wir diesen alten Fischerkahn, der mit Sichereit schon bessere Tage gehabt hat.

Die Straßen winden sich entlang der Villen am Berg.

Schließlich ist der kleine Parkpatz erreicht, von dem der Weg zum Tor von Mc Caig's Tower beginnt. Auch hier überall Narzissen.

... mit dieser Gedenktafel , die an John Stuart Mc Caig erinnert.
 
 
 
 
 
 
 
 


Zu dieser Uhrzeit geht es auf der Esplanade (Hafenstraße) von Oban noch sehr ruhig zu. Auf dem Bild sieht man den Mast mit einer Webcam.

... und zum Nachlesen das Gedenk-Bank-Schild.

Dann gehts aber den Berg hinauf: Diese Schilder weisen den Weg zu Mc Caig's Tower. Der Berg ist steil.

Auch am Hang: Diese kleinere Kirche.

Der Torbogen ...
Innen im Rundbau ist ein kleiner Park mit Wiesen, Sträuchern, Blumen und Bänken eingerichtet. Ein idealer Picknickplatz - hätten wir nur etwas mehr Zeit.

...sieht man Oban von oben!

Auf der See-Seite des Rundbaus gibt es außen eine Aussichtsplattform: Man kann durch einen Torbogen hindurchgehen und dann...

Im Detail hier die Ortsmitte von Oban. Der Schornstein gehört zu Distillery.
 
 
 
 
 
 

Aussichten von McCaig's Tower: Panorama der Bucht von Oban - hinten die Insel Kerrera.

Das hat man nicht alle Tage: vor den Wolken: Kerrera - hinter den Wolken die Berge von Mull

Wir können uns gar nicht sattsehen an dieser grandiosen Aussicht.

Inzwischen ist die Fähre (mit der wir gestern gefahren sind) an der Spitze von Kerrera angelangt. links Kerrera - rechts vorn Oban/Corran Brae - rechts hinten Lismore, dahinter Morvern - ganz links hinten Mull Was für ein Bild !

 
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Und weils so schön ist - hier nochmal im Zoom: vorn Kerrera und dahinter der KLeuchtturm von Lismore !

 
 
 

 
 
 
Danach ist eine kleine Stärkung angesagt: Der Fish & Chips Laden in Oban .
 
 
 

Eine sehr nette Frau ist dran und sagt uns, dass es doch Lachs-Anschnitte gibt (worauf wir wegen des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses scharf sind). Wir sollen nur den Weg bis zur großen grünen Halle gehen. Gesagt - getan. Es ist weit, wir hätten das Auto nehmen können. Aber so genießen wir die frische Luft und die vielen Narzissen am Wegrand.

Deutlich weniger spektakulär geht es bei Heike und Jens zu: Als wir in Inverawe Smokery & Fishery ankommen, wird dort gerade der Verkaufskiosk umgebaut. Lange Gesichter: "Es gibt keinen Lachs. Kein Verkauf heute." war die Auskunft vom Bauarbeiter. Jens hat sich in weiser Voraussicht die Telefonnummer des Betriebes aufgeschrieben. So können wir anrufen.

Nach etlicher Sucherei finden wir den Hallen-Eingang und werden an diesem Schalter hervorragend bedient. Alle Lachs-Wünsche gehen in Erfüllung. Doch noch Glück gehabt. Dann aber schnell zum Auto und zurück nach Oban.


 
 
 
Ralf und Konrad warten schon unruhig am Eingang zu Oban Distillery, wo Heike und Jens herkommen. Sie können ja nicht ahnen, dass der Lachskauf problematischer war als gedacht.

Hier ist eine kleine Ausstellung eingerichtet: Tafeln zu Geschichte der Gegend, einen Wagen mit Malted Barley drin...

Es kommen noch ein paar Leute dazu und dann beginnt die Führung, zu der leider keine Fotos erlaubt sind.


Wir werden als Whisky Club members besonders freundlich begrüßt und finden uns zur Führung im Sammelraum der Distillery ein.

... eine Camera Obscura, mit der man das Treiben in der Oban Bay beobachten kann...

Erst im als Museum eingerichteten Warehouse mit ein paar Demo-Fässern dürfen die Fotoapparate wieder ausgepackt werden.

So, liebe Leser. Jetzt kann man noch etwas zum Thema Whisky-Lagerung lernen: Diese Grafik im Warehouse zeigt die Aroma-Verhältnisse im Faß während der Lagerzeit...

Und zum Abschluss der Tour gibt es im Hauptraum einen Wee Dram und vor der großen Wand das obligatorsche "Wir waren hier" Foto.


Das Gemurre wegen des Fotoverbots wird hier mit einer Extra-Probe sowie einer Newmake-Geruchsprobe beseitigt.

... und dieses Regal mit Flaschen zeigt die Farb-Änderung des Malts über die Lagerzeit in unterschiedlichen Fässern.


Wir verlassen Oban auf der A85 nördlich. Für's Traurigsein haben wir einfach keine Zeit. Gleich hinter Oban geht es los: 1. Highlight: Connel Bridge, über die wir vorgestern bei völliger Finsternis gefahren sind.

Nun ist es schon Mittag und wir müssen Richtung Edinburgh Airport starten. Wir eilen zum Auto. Auf der Strecke, die Jens herausgesucht hat, gibt es noch ein paar touristische Highlights, für die wir auch noch etwas Zeit brauchen.

... Connel Bridge von Taynult aus gesehen

Noch etwas weiter östlich: Connel Bridge mit den Bergen von Mull dahinter ! Schon wieder ganz großes Kino.

Zeit zum Verweilen haben wir nicht. Über den geschichtsträchtigen Pass of Brander gehts hinüber zum Loch Awe.

... Dahinter die Berge des Ben Cruachan-Massivs....


Hinter dem Ort Lochawe biegen wir rechts auf die A819 auf. Von hier hat man den besten Blick auf die Ruine von Kilchurn Castle ...

Diese Schilder am Aussichtspunkt machen deutlich, dass man hier ohne geeignete Ausrüstung gefährlich lebt.


 
 
 
Über den Bergrücken von Tullich kommen wir nach Inveraray mit seinem markanten Turm .

das Castle hat geschlossen, aber wir hätten eh' keine Zeit für eine Besichtigung. So inspizieren wir alle zugänglichen Bereiche, hier die rechte Seite des Schlosses...

Besonders schön ist die Eingangs-Brücke des Schlosses.

und die Anbindung der Treppe


Aber nicht das ist, was uns hier interessiert. Es ist die bescheidene Hütte des Clan Campbell, der Dukes of Argyll Inveraray Castle.

... hier die linke Seite des Schlosses.

Architektonisch sehr eindrucksvoll die Konstruktion der Decke

Vom Parkplatz hat man eine sehr schönen Blick über die Narzissenwiese zur alten Bogenbrücke und zum Loch Fyne.
 
 
 

Weiter geht die Fahrt auf der A83 entlang des Loch Fyne. Nach einer Umfahrung der Nordost-Spitze des Sees steigt die Straße steil hinauf zum Pass "Rest and be Thankful". Der Pass heisst wirklich so.

Wir fahren auf der A82 bis Alexandria (ja, auch dieser Ort heisst wirklich so) und biegen dort links ab auf die deutlich ruhigere A811. In der Nähe des Dorfes Amprior halten wir an einem Grill-Wagen, der dort schon ewig steht und den Jens von früher kannte. Wir müssen unbedingt Haggis probieren, bevor wir zurück fliegen - und hier am Grillwagen ist er gut, siehe Film. Nun führt die Straße direkt auf Stirling zu, Stirling Castle in voller Pracht immer direkt vor uns.


Eine wilde und unbewohnte Gegend mit vielen hochgelegenen Seen am Pass. Auf der anderen Seite geht es auch recht steil hinunter zum Loch Long und dann erreichen wir bei Tarbet die Bonnie Banks of Loch Lomond.

Links sehen wir die ganze Strecke noch einmal die Highlands und bei Stirling erreichen wir die Autobahn M9, auf der wir sehr zügig in den Großraum Edinburg kommen. Wir suchen verzweifelt nach einem Supermarkt, um die letzten Pfunde loszuwerden - in Broxburn werden wir fündig. Schließlich geben wir ca.90 Minuten vor Abflug unser Auto ab und checken ein. Jens ist erleichtert - die Fahrerei hat einwandfrei geklappt. Es waren ca. 1500 Meilen in 5 Tagen ! Wir haben uns noch ein Abschluss-Bier am Flughafen bis zuletzt aufgehoben.

Dann gehts zum Ryanair-Flieger. Hoffen wir, dass er pünktlich ankommt.

Über den Wolken jedoch verlieren wir ca. 15 Minuten.


Wir genießen das Getränk in vollen Zügen !

Im Flugzeug von Ryanair sieht es so aus. Der Start ist punktlich.

Ob der Pilot den tollen Sonnenuntergang über den Wolken genossen hat, wissen wir nicht.
Der Rest der Reise ist schnell beschrieben: Die Abfertigung incl. Gepäckrückgabe in Poznan war rasend schnell. Nachdem wir wegen der Verspätung schön mächtig Bedenken hatten, dass wir den Nachtzug verpassen, schöpfen wir dadurch wieder Hoffnung. Also: Gepäck geschnappt und rausgerannt; das erstbeste Taxi geschnappt, Gepäck in den Kofferraum und dann müssen wir dem Taxifahrer, der weder englisch noch deutsch noch russisch sprach, klarmachen, erstens, wo wir hinwollen -das ging ja noch- aber zweitens, dass er sich beeilen soll - das ging nicht. Am Ende zeigt Jens unser Zugticket, worauf der Fahrer sagte "Oh-Kay" und dann fuhr er los. Geschwindigkeitsbegrenzung in der Stadt und soonstige Verkehrsregeln waren Kann-Bestimmung. Wie auch immer - wir waren 15 Minuten vor Abfahrt des Zuges im Hauptbahnhof in Poznan, siehe Film. Wir sind erleichtert - Jens' Planung hat gottlob funktioniert. Ein netter Pole ist uns beim Finden des Bahnsteiges behilflich. Der Zug kommt pünktlich und wir haben ein prima Abteil für uns, was der nette Pole auch noch organisiert hat. Dafür laden wir ihn dann auf ein Brötchen mit echten feinsten schottischen Räucherlachs ein - frisch gekauft heute morgen. In Wroclaw haben es Konrad, Heike und Ralf so eilig mit dem Ausstieg aus dem Zug, dass sie in einem Vorort den Zug verlassen. Jens schimpfend hinterher. Dann standen wir auf dem verlassenen Bahnhofsvorplatz. Ausser einem kleinen Park und Hochhäusern nichts. Ralf findet eine stärker befahrene Straße und es gelingt ihm tatsächlich, ein Taxi aufzutreiben, was und zum Parklplatz am Flughafen fährt. Dort steht Ralfs und Heikes Auto wohlbehalten auf dem Parkplatz. Wir bezahlen noch die Gebühr und dann starten wir Richtung Dresden. Es ist so gegen 2 Uhr nachts, aus wir wieder in der Heimat ankommen.
Mehr kann man nicht in so eine Reise hineinpacken. Das war "Schottland - das wichtigste in Kürze". Wir haben unheimlich viel Eindrücke und Erlebnisse zu verarbeiten und werden im Verein und in den Familien viel zu erzählen haben. Vielleicht konnte der geneigte Leser auch Anregungen für eine eigene Reise nach Bonnie Scotland finden.




(C) Single Malt Whisky Club Sachsen e.V.- Bericht: Jens Burkhardt; Fotos: Jens Burkhardt, Konrad Rosenbaum, Heike und Ralf Schuster.
Benutzung dieses Materials, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Vereins, des Autors oder der Fotografen.




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