Reisebericht



2. Clubreise nach Schottland

23. - 28. März 2011
Prestwick, Gourock, Edinburgh,
Speyside, Inverness, Skye, Oban Argyll

Motto: "Schottland - das Wichtigste in Kürze"

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0. Tag und Reisevorbereitung

Reisevorbereitung

Bevor es mit dem eigentlichen Reisebericht losgeht, ein paar Worte zur Reise-Vorbereitung, weil die spannender, kurioser und aufreibender kaum sein kann.

Zunächst beginnt alles ganz entspannt: Jens findet im Januar 2011 ein Flugangebot von für 1€ pro Flug nach Schottland und fragt in die Club-Runde, wer Lust hätte, dieses Angebot mit anzunehmen. Konrad, Heike und Ralf sagen "JA" und damit ist unsere Reisegruppe bestimmt.

Jens bucht also die 4 Tickets - incl. Steuern, Gebühren und 1 Frachtgepäckstück á 15 kg kostet der Hin- und Rückflug ca. 70€ pro Person - ein Schnäppchen. Abflughafen ist Breslau/Wroclaw in Polen - von Dresden nicht allzu weit.

Anfang März beginnt dann die "heisse Phase": Jens bucht ein Mietauto von und zum Flughafen Glasgow-Prestwick bei , entwickelt einen Reiseplan, organisiert Besichtigungstermine überall und bucht nach und nach die B&Bs in Prestwick, Edinburgh, Inverness, und Oban. Alles ist gut und normal bis dahin. - Bis ca. 2 Wochen vor Abflug eine Mail von eingeht, dass der Rückflug mal eben von 18:00 auf 10:00 Uhr vorverlegt ist. Rückflug war für Montag geplant - für diesen Tag sind Aktionen gebucht. Die würden alle ausfallen, statt dessen müssten wir sehr zeitig in Oban starten, um unseren Rückflug in Prestwick zu schaffen.Was also tun ?

Hektisches Telefonieren beginnt - wir wollen den Montag in Schottland retten ! Jens sucht im Web und findet bei Ryanair einen Flug an diesem Montag, der Abends ca. 18:00 geht: Aber nicht von Prestwick, sondern von Edinburgh und nicht nach Wroclaw, sonder nach Posen/Poznan! Der Beschluss ist: Tag retten ! Nach vielen Versuchen gelingt es Jens, den Rückflug bei auf den nach Poznan umzubuchen. - Kostenlos ! - die Quadratur des Kreises ! Auch das Mietauto umzubuchen ist keine große Mühe - gegen einen geringen Aufpreis können wir das Fahrzeug in Edinburgh Airport abgeben.

Extrem spannend wird allerdings die Sache in Polen - unser Auto werden wir ja am Flughafen in Wroclaw abstellen - also müssen wir in der Montag-Nacht wieder zurück von Poznan nach Wroclaw - ca. 220 km.
Erster Versuch:
Im Web gibt es einen polnischen Autovermieter, der ein kleines Auto für 45€ + jeweils 15€ für Annehmen und Abgeben des Autos ausserhalb der Geschäftszeit. Jens schickt eine Mail - nach langer Schweigezeit kommt eine Ablehnung - geschäftlich uninteressant. Oops ! Um ein Angebot gebettelt - Antwort: für ca. 120 € würde er es machen (Benzin extra).
Zweiter Versuch:
- wir sind Gold-Club-Mitglied - na klar - da muss doch was gehen ! Antwort: Inklusive aller Club-Vorteile gibt es ein Auto für 170 € ! Wohl gemerkt: Für eine Fahrt - Dauer ca. 3 Stunden. Unfassbar ! Das kann es nicht sein. - Weiter suchen...
Dritter Versuch:
Jens findet auf der Web-Seite der Polnischen Staatsbahn tatsächlich einen Fernzug, der ungefähr 40 Minuten nach unserer Ankunft am Flughafen Poznan direkt nach Wroclaw fährt. Kostenpunkt: 7 € pro Ticket. NEHMEN - BUCHEN - PROBLEM: Die Polnische Staatsbahn verkauft Tickets im Web nur an polnische Staatsbürger. Oops.
Vierter Versuch:
Jens gibt nicht auf und findet im Web eine polnische Firma "POLRAIL" , die genau dieses Problem löst. Diese Firma macht weiter nix, als für Ausländer zum Bahnhof zu gehen und in Ausländers Auftrag Bahntickets zu kaufen - und sich das per Kreditkarte bezahlen zu lassen. So kostet eine Fahrkarte nun 15 € pro Person.
An einem Mittwoch wollen wir nach Schottland fliegen - am Montag vorher (also 2 Tage !) kommen die Bahntickets per Einschreibebrief an. EINE ECHTE PUNKTLANDUNG - und jede Menge graue Haare extra für Jens.

0. Tag

Mittwoch, 23. März 2011. Nach der Arbeit. Der Tag vor der eigentlichen Reise. Heute wollen wir "nur" nach Schottland. Prestwick - kein Weiteres Programm. Wir sind wirklich aufgeregt, nach dem ganzen Wahnsinn der Reisevorbereitung.

Unsere Reisegruppe trifft sich gegen 16:00 Uhr bei Jens in Dresden-Weißig. Das Wetter ist gut. Gegen 16:30 starten wir Richtung Polen. Ralf fährt. Die Autobahn ist frei. Nach ca. 90 Minuten erreichen wir die Grenze bei Görlitz. Auf Polnischer Seite wird erstmal getankt. Die Autobahn von Görlitz nach Wroclaw ist seit ca. 1 Jahr durchgängig fertig und so kommen wir zügig voran. Problematisch ist die Zufahrt zum Flughafen, weil wir die Straße "von Hinten" nahmen, also nicht durch die Stadt Breslau, sondern durch die Dörfer westlich davon. Wir haben Angst um das Auto: Federn, Stoßdämpfer, Karosserie - bei Schlaglöchern von
erheblichem Ausmaß und großen Verwerfungen in der Fahrbahn. Die neue Zufahrt zum Flughafen ist inzwischen fertig. Jens kennt noch dn privaten Parkplatz neben dem Flughafen, wo wir für 23 € / Woche das Auto bewacht parken. Wir wünschen uns, dass die Rückreise mit der Bahnfahrt klappt, so dass wir das Auto wie geplant wieder zur Rückfahrt besteigen können. Wir gehen rüber zum Flughafen und sind glücklich,
Dann haben wir jede Menge Zeit (einer der wenigen Momente während dieser Reise) - das sagt uns zumindest die Flugtafel. Im Airport-Cafe gibt es einen kleinen Imbiss. Wir sind voller Vorfreude auf unseren Wahnsinns-Trip nach Bonnie Scotland. Film1 Film2

dass wir die Fahrt bis hierher problemlos geschafft haben. Wir orientieren uns erst einmal in diesem neuen Flughafen und checken dann ein.

Schließlich sitzen wir endlich im -Flieger und
Langsam begeben wir uns dann durch die immens genauen und vielfachen Kontrollen an der Grenze zum zollfreien Gate-Raum. In den Läden dort gibt es nichts besonders tolles und so warten wir. Nach und nach kommt unter den Leuten am Gate Unruhe auf und es beginnt das "Andrängeln" an der Tür zum Rollfeld.

die netten Stewardessen beginnen mit den Sicherheitsanweisungen. Alles lacht, als die Plastik-Trichter-Tüten vorgeführt werden. Während des Fluges wird immer irgend etwas angeboten - von Essen und Trinken über Zigaretten und Parfüm bis zu Ryanair-Glückslosen. Ruhe kommt nicht auf.
Wir landen ca. 10 Minuten zeitiger als geplant in Glasgow-Prestwick.
Die Gepäckstücke liegen bereits auf dem Band, als wir durch die Passkontrolle kommen. Wir sind begeistert !.
Im Flughafengebäude freuen sich Ralf und Jens auf ein erstes gutes schottisches Bier - aber gegen 23 Uhr sind alle Pubs zu. So schnappen wir unser Gepäck und ein Taxi und fahren zum B&B . Wir sind begeistert von der Anheimelnden Atmoshpäre. Ralf und Jens wollen aber noch ein Bier genießen und gehen noch die Hauptstraße von Prestwick entlang auf der Suche nach einem Pub. Die haben aber inzwischen auch alle zu und so findet man sich in einer sehr lauten Diskothek wieder, wo es zwar Tennents BIer gibt - aber nur Lager ! Na besser als nix. Wir werden noch zu einer Party nach Ayr eingeladen, fahren dann aber doch nicht hin, weil wir doch recht müde sind und weil morgen das dicke Programm beginnt.



(C) Single Malt Whisky Club Sachsen e.V.- Bericht: Jens Burkhardt; Fotos und Filme: Jens Burkhardt
Benutzung dieses Materials, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Vereins, des Autors oder der Fotografen.




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